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Zehn Jahre ELE Scholven Wind

Bei der ELE Scholven Wind GmbH gibt es heute einen Grund zum Feiern: Genau heute vor zehn Jahren wurde die Projekt­gesellschaft, an der die Mingas Power GmbH zu 70 und die Emscher Lippe Energie GmbH (ELE) zu 30 Prozent beteiligt sind, aus der Taufe gehoben. Der Gesellschaftszweck, zwei Windenergieanlagen auf der Halde Oberscholven zu errichten und zu betreiben, wurde danach umgehend in Angriff genom­men. „Über den Winter liefen die Planungen, Genehmigungen und die Untersuchungen der Halde, so dass im Frühjahr 2010 dann mit dem Bau begonnen werden konnte“, erinnert sich Andreas Brandt von der Mingas, der das Projekt von der ersten Stunde an begleitet hat. 

Zunächst standen umfangreiche Erdbewegungen auf dem Plan, bevor mit so genannten „Rüttelstopfsäulen“ die Vorbereitungen für die Fundamente realisiert wurden. Das Bauen auf einer Halde stellt ganz besondere Anforderungen an die Fundamente, und die konnten mit dieser besonderen Technik ­– stark verdichtete, zwölf Meter hohe Säulen aus Schotter und Kies – erfüllt werden. Im Sommer 2010 wurden dann die beiden Windenergieanlagen des Typs Enercon E82 mit einer Leistung von jeweils 2,3 Megawatt und einer Nabenhöhe von 98 Metern errichtet. Der Testbetrieb wurde im September aufgenommen, und seit Dezember 2010 drehen sich die Rotorblätter der beiden Anlagen im Regelbetrieb und erzeugen Windstrom auf der größten Halde des Reviers. Aufgrund ihrer exponierten Lage sind sie aus praktisch jeder Richtung weithin zu sehen und zu einer bekannten Landmarke, aber auch zum Symbol für die Energieregion Emscher-Lippe geworden.

Doch wie sieht es mit dem wirtschaftlichen Erfolg dieser Investition aus? Immerhin rund 6,5 Millionen Euro waren damals in den Bau der beiden Anlagen geflossen. „Die ursprünglich prognostizieren 14,5 bis 15 Gigawattstunden (GWh) Strom pro Jahr haben wir im Durchschnitt der Jahre nicht erreicht“, bilanziert Arndt Grütjen, der bei der ELE das Beteiligungsmanagement verantwortet, also auch über die Zahlen der beiden Windenergieanlagen wacht. „Die damals vorliegenden Gutachten sind für diesen besonderen Standort von einem Windaufkommen ausgegangen, das im Durchschnitt der vergangenen Jahre nicht erreicht wurde“, erklärt Arndt Grütjen. „Außerdem mussten die Anlagen bis zur Nachrüstung der Rotorblätter 2016 nachts aus Gründen des Schallschutzes teilweise abgeschaltet werden.“ Aber auch mit den im Durchschnitt erzielten 12 GWh pro Jahr sind die beteiligten Partner unter dem Strich durchaus zufrieden. Geringe Betriebskosten und der bislang weitestgehend störungsfreie Einsatzsorgten für einen wirtschaftlichen Betrieb der beiden Anlagen. Ein Teil des auf Oberscholven gewonnenen Stroms wird von der ELE als regional erzeugter Grünstrom direkt vermarktet, im Rahmen eines Spezialangebotes unter dem Namen ELE ökoPlus. Die Jahresstrommenge von 12 GWh – oder 12 Millionen Kilowattstunden (kWh) – reicht aus, um den Bedarf von mehr als 4.500 Haushalten mit durchschnittlichem Verbrauchsverhalten im gleichen Zeitraum zu decken: Ökostrom „Made in Gelsenkirchen“.

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