Umlagen belasten die Strompreise

Staatliche und regulatorische Aufschläge zum Jahresbeginn gestiegen • größter Anteil durch die EEG-Umlage • Gaspreise bleiben konstant

Mit Wirkung zum 1. März 2013 steigen die Strompreise der Emscher Lippe Energie GmbH (ELE). Das regionale Energieunternehmen für Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck rechnet dann die bereits zum Jahreswechsel gestiegenen Aufschläge in ihre Strompreise ein. Der verbrauchsabhängige Arbeitspreis wird um 2,89 Cent je Kilowattstunde (kWh), der verbrauchsunabhängige Grundpreis um 5,88 Euro im Jahr steigen. In beiden Fällen handelt es sich um eine Weitergabe der Steigerung verschiedener staatlicher Aufschläge und regulatorisch bestimmter Preiskomponenten. Für Kunden mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch, also etwa 3.000 kWh, wird die monatliche Mehrbelastung ungefähr bei sieben bis acht Euro liegen.


„Nachdem wir jetzt alle Kostenbestandteile für das Jahr 2013 kennen, konnten wir die neuen Preise festlegen“, erklärt ELE-Vertriebschef Guido Boß dazu. „Insgesamt stellen wir fest, dass der Anteil des Preises, auf den wir überhaupt noch einen Einfluss haben, immer geringer wird und nur noch bei wenig mehr als 30 Prozent liegt.“


Gleich fünf verschiedene Bestandteile des mengenabhängigen Arbeitspreises, auf die Vertrieb der ELE keinerlei Einfluss hat, sind zum Jahresbeginn 2013 angestiegen oder neu dazugekommen. Ungefähr zwei Drittel der Mehrbelastung, nämlich netto 1,69 Cent pro kWh, resultieren aus der Steigerung der EEG-Umlage. Verglichen damit fallen die neu eingeführte Offshore-Haftungsumlage (netto 0,25 Cent), der Ausgleich für die Befreiung stromintensiver Branchen von den Netzent¬gelten nach § 19 StromNEV (netto 0,18 Cent), das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (netto 0,12 Cent) und die Erhöhung der Netznutzungsentgelte (netto 0,19 Cent) gar nicht so sehr ins Gewicht. Aus der Addition dieser Erhöhungen der Preiskomponenten ergibt sich die Steigerung von 2,43 Cent je kWh. Auf diesen Nettobetrag müssen Haushaltskunden auch noch Mehrwertsteuer bezahlen, so dass sich insgesamt eine Steigerung des Arbeitspreises von brutto 2,89 Cent je kWh ergibt.
Auch die Erhöhung des verbrauchsunabhängigen Grundpreises resultiert aus einer Steigerung der entsprechenden Komponenten der regulierten Netznutzungsentgelte, macht aber insgesamt betrachtet gerade einmal 50 Cent pro Monat und damit nur einen kleinen Anteil der Preiserhöhung aus.


Die ELE wird all ihren Kundinnen und Kunden in den nächsten Tagen diese Veränderungen in einem persönlichen Anschreiben mitteilen und erläutern. Übrigens: Die Höhe der monatlichen Abschlagszahlung ändert sich dadurch nicht. Auf Kundenwunsch ist eine Anpassung der Abschlagszahlung natürlich jederzeit möglich.


Eine Ablesung der Zähler zum Stichtag ist nicht notwendig, die automatische Abgrenzung der Abrechnungs-systeme kommt bei einigermaßen regelmäßigem Ver-brauchsverhalten zu sehr präzisen Ergebnissen. Wer seinen Zählerstand Anfang März aber angeben möchte: Am einfachsten geht das online unter www.ele.de.


Bei der Gelegenheit kann man sich dann auch gleich für das „Kundenkonto online“ anmelden. Damit kann man zum Beispiel seine letzten Rechnungen einsehen, die Entwicklung des Energieverbrauchs oder der Preise nachvollziehen, aber auch die Höhe der Abschlagszahlung verändern, um später eine mögliche Nachzahlung zu vermeiden. Wer nach wie vor auf Papier setzt, kann sich seine Rechnungen natürlich auch ausdrucken – ganz bequem zuhause am Rechner. Anmelden kann man sich auf www.ele.de/kundenkonto. Die Registrierung ist unkompliziert, die einzelnen Schritte werden leicht verständlich erklärt. Benötigt werden nur die E-Mail-Adresse und die Kundennummer. Danach kann das Kundenkonto sofort genutzt werden.


Und dann noch eine gute Nachricht für alle Gaskunden der ELE: Die Gaspreise der ELE bleiben weiterhin stabil.

Strompreise ab 1. März 2013 (aktuelle Tarife)

Strompreise ab 1. März 2013 (ältere Tarife, die aktuell nicht mehr verfügbar sind)

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