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Kleiner Beitrag, große Wirkung

ELE-Mitarbeiter spenden 7.500 Euro für drei Kinderhäuser in Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck

Wie man mit einer Handvoll Kleingeld viel bewirken kann, zeigt die Aktion Cent-Spende der Belegschaft der Emscher Lippe Energie GmbH (ELE). Jeden Monat verzichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ELE auf einen kleinen Teil ihres Nettolohns und spenden die Cents hinter dem Komma für den guten Zweck. Nachdem der Spendentopf zuletzt vor drei Jahren geleert worden war, hatte sich nun wieder eine stolze Summe angesammelt. Darüber freuen sich jetzt die Kinder und Erzieher von drei Kinderhäusern in Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck. Denn jede der drei Einrichtungen erhält 2.500 Euro aus dem Spendentopf.

In allen drei Einrichtungen leben Kinder, die aus den verschiedensten Gründen dauerhaft oder vorübergehend nicht in ihren Familien bleiben können und teilweise traumatische Erlebnisse zu verarbeiten haben. „Unsere Spende soll dabei helfen, dass sich die Kinder in ihrem neuen Zuhause wohlfühlen und ihre negativen Erfahrungen aufarbeiten können“, sagt Rainer Kroker vom ELE-Betriebsrat. „Es ist uns wichtig, mit der Cent-Spende soziale Einrichtungen direkt hier vor Ort in den drei ELE-Städten zu unterstützen. Die Kinderhäuser sind dafür ganz bestimmt und im Sinne aller Kolleginnen und Kollegen die richtige Wahl.“

In den Kinderhäusern gibt es auch schon konkrete Ideen, was mit den Spenden geschehen soll. In der Kinderwohngruppe des Wichernhauses in Bottrop wünschen sich Kinder und Erzieherinnen einen Rückzugsraum, der Ruhe und Entspannung bietet. Ausreichend Platz für den „Snoezelraum“ ist vorhanden, aber es fehlt noch an der Einrichtung. „Snoezeln“ ist übrigens eine Wortschöpfung aus den niederländischen Begriffen für Schnüffeln und Schlummern und steht für das Entspannen in einem gemütlichen Raum, umgeben von Melodien, Düften und Lichteffekten.

Die Kinderwohngruppe des Wichernhauses bietet Platz für neun Kinder im Alter von ca. drei bis zehn Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in ihrer Herkunfts- oder Pflegefamilie leben können. Die Kinderwohngruppe bietet den Kindern mittel- bis längerfristig einen Lebensmittelpunkt, in dem sie sich wohlfühlen sollen. Dabei soll die familiäre Wohnatmosphäre den Kindern ein schnelles Einleben ermöglichen. In der Kinderwohngruppe haben sie die Möglichkeit, in einem positiven Umfeld ihre häufig negativen und traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten und sich positiv weiterzuentwickeln. Die Integration der Wohngruppe in das Wohnumfeld und die Nachbarschaft sorgen für Normalität und Struktur. Ein erfahrenes Team, bestehend aus Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen, begleitet die Kinder rund um die Uhr entweder bis zu ihrer Rückführung in ihre Herkunftsfamilie oder bis zu einem Wechsel in eine Pflegefamilie oder Erziehungsstelle.

Im Gelsenkirchener Kinderhaus des Caritasverbandes benötigt der Bewegungsraum eine Renovierung und eine neue Kletterwand. Außerdem stehen Möbel für die Puppenstube ganz oben auf dem Wunschzettel. Das „KinderHaus Gelsenkirchen“ ist eine stationäre Einrichtung speziell für junge traumatisierte Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren. Insgesamt werden 14 Kinder in drei kleinen Bezugsgruppen mit je vier bis fünf Kindern betreut. Dort leben sie in einem geschützten Lebensraum und können lernen, sich wieder vertrauensvoll auf Beziehungen zu Erwachsenen einzulassen. So erhalten insbesondere traumatisierte Kinder eine gute Grundlage für ihren weiteren Lebensweg.

Ein neues Sofa steht ganz oben auf dem Wunschzettel der Kinderwohngruppe der gemeinnützigen Jugend- und Behindertenhilfe in Gladbeck. Richtig schön groß soll das neue Sofa sein, damit alle gemeinsam Platz finden. Bis zu sieben Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren können in der Intensivgruppe leben. Entsprechend ihrer Fähigkeiten im motorischen, geistigen, sprachlichen, emotionalen oder/und sozialen Bereich und ihrer Bedürfnisse werden sie intensiv gefördert. Dazu gehört beispielsweise auch die heilpädagogische Förderung mittels Reittherapie, die u.a. dazu dient, Aggressionen und Ängste abzubauen.

Rainer Kroker: „Wir sind uns sicher, dass unsere Spende in den Kinderhäusern gut angelegt ist, und stolz, dass wir bei der Aktion Cent-Spende auch mit kleinen Dingen etwas bewirken. Die Cents, die jeden Monat in den Spendentopf fließen, spürt der Einzelne ja kaum.“ Und da sich auf diese Weise mit kleinem Aufwand viel erreichen lässt, wird das Sparschwein der guten Taten bei der ELE auch weiterhin fleißig gefüttert.

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